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Bahnunterführung Osterath

Der Bau der Bahnunterführung in Osterath kann 2019 beginnen. Der Vertrag mit Netz AG der Bahn und Straßen.NRW ist unterzeichnet. Auf dem jahrzehntelangen Weg zum Bau der Bahnunterführung in Osterath ist ein weiterer wichtiger Schritt getan. Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage hat gemeinsam mit dem Technischen Beigeordneten Michael Assenmacher das grundlegende Vertragswerk für das Großprojekt, die so genannte "Eisenbahnkreuzungsvereinbarung", unterzeichnet. Grünes Licht dafür hatte der Stadtrat im Dezember vergangenen Jahres gegeben.

Die Kreuzungsvereinbarung regelt, was, wann und wie gebaut wird und legt fest, wie sich die drei Beteiligten die Kosten aufteilen. Die DB Netz AG ist für den Schienenweg verantwortlich, Straßen NRW ist Baulastträger der Landesstraßen und Radwege, die Stadt Meerbusch kümmert sich um die kommunalen Straßen und die Gehwege im Bereich der neuen Unterführung. Gut 5,3 Millionen Euro wird die Stadt im Zuge dessen zu den Gesamtkosten in Höhe von rund 33 Millionen Euro beisteuern.

Der so genannte Planfeststellungsbeschluss für das Großbauwerk wurde schon im Jahr 2006 gefasst, ein Jahr später wurde er rechtskräftig. Danach geriet das Projekt ins Stocken. Jetzt soll der Bau der Unterführung 2019 beginnen und 2023 fertig gestellt werden. Wie die Unterführung aussehen soll, steht seit 2006 fest. Grundlage ist hierfür der Planfeststellungsbeschluss, in dessen Rahmen nur noch geringe Änderungen vorgenommen werden können.

In der Kreuzungsvereinbarung sind unter anderem alle Einzelmaßnahmen aufgeführt, die für das Gesamtprojekt nötig sind. Grundbedingung: Die bestehenden Bahnübergänge an der Meerbuscher Straße, an der Strümper Straße und am Hoterheideweg werden geschlossen, die Schranken verschwinden.

 

Kreisverkehr unter den Bahngleisen

Der Kreisverkehr unter den Bahngleisen ist zentraler Knotenpunkt der geplanten Bahnunterführung in Osterath.  Eine Querung der Gleise ist dann hier nicht mehr möglich. Der Verkehr aus Meerbuscher Straße und Strümper Straße wird in einem großen Kreisverkehr unter dem Gleiskörper zusammengeführt. Dazu werden insgesamt vier große Straßenrampen gebaut, die die Autos in den Kreisverkehr leiten.

Fußgänger und Radfahrer erreichen die Unterführung über eine Rampe von der Straße "An der Bundesbahn". Im Bereich des Kreisverkehrs wird es zudem zwei Fußgängerbrücken geben. Bahnfahrgäste erreichen die Gleise über barrierefreie Zugänge. Wegfallende Parkplätze werden ersetzt. Auf der Osterather Gleisseite der Meerbuscher Straße wird ein Kreisverkehr entstehen, der den Verkehr aus dem Ortskern zum neu gestalteten Bahnhofsvorplatz mit Taxistand und "Kiss-and-Ride"-Vorfahrt führt.

 

Weitere Schritte

In der ersten Bauphase ab 2019 soll die DB Netz AG zunächst alle Arbeiten erledigen, die mit dem Gleiskörper zusammenhängen, dann beginnt in Regie von Straßen NRW der Bau der Zufahrtsstraßen zur Unterführung sowie die Anschlussbereiche an den Bestand. Ein detaillierter Bauablauf ist indes noch nicht erstellt. Dies wird erst möglich sein, wenn die weiterführende Planung vorangeschritten ist.

Nachdem die Kreuzungsvereinbarung von den Kreuzungsbeteiligten Bahn, Land und Stadt unterzeichnet wurde, wird nun die weitere Planung fortgeführt. Hierfür sind mehrere Ingenieurbüros von Bahn und Land beauftragt:

Das Ingenieurbüro BUNG, Köln ist mit der Ausführungsplanung der konstruktiven Maßnahmen wie die Trogbauwerke und die Unterführungen beauftragt.

Das Ingenieurbüro Schwietering, Aachen, plant die öffentlichen Verkehrsflächen, wie zum Beispiel die Straßenführung zum Kreisverkehr hin, den Kreisverkehr selbst und die Anschlussbereiche (Strümper Straße, Meerbuscher Straße, Gottlieb-Daimler-Straße, usw.) an die bestehenden Verkehrsflächen der Stadt.

Für die Gestaltung der Trogbauwerke wurde das Architekturbüro Berwinkel, Karlsruhe, beauftragt.