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22.03.2022 09:00 Uhr

Aufgrund der russischen Kriegshandlungen in der Ukraine erreichen die Stadtverwaltung zur Zeit mehrere Anfragen hinsichtlich der Bevorratung von Jodtabletten für einen eventuellen atomaren Zwischenfall in einem Atomkraftwerk in der Ukraine.

Zunächst sei gesagt, dass das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) als zuständige Bundesbehörden für die Überwachung der Umweltradioaktivität die Situation in der Ukraine aufmerksam beobachten. Damit sind sie in der Lage frühzeitig zu erkennen, ob es Entwicklungen gibt, die ge-sundheitlich relevant für Menschen in Deutschland sein könnten.  Dies ist aktuell nicht der Fall.

Darüber hinaus ist aufgrund der Entfernung zur Ukraine auch bei einem Austritt von Radioaktivität aus einem dortigen Kernkraftwerk nicht damit zu rechnen, dass eine Einnahme von Jodtabletten in hiesigen Gefilden erforderlich werden könnte.

Unbeschadet dessen ist zu der sogenannte „Jodblockade“ generell anzumerken, dass wir in der Stadt Meerbusch über ein gewisses Kontingent an Jodtabletten verfügen, welches im Bedarfsfall an die relevanten Bevölkerungsgruppen (entsprechend den Vorgaben der Landesregierung) verteilt wird.


Deshalb die dringende Bitte an Sie: Unterlassen Sie die unnötige private Bevorratung von Jodtabletten. Zudem ist eine selbstständige Einnahme der Tabletten nicht zu empfehlen, da eine Selbstmedikation mit hochdosierten Jodtabletten erhebliche gesundheitliche Risiken birgt und aktuell keinerlei Nutzen hat.