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Meerbusch Kunst mit Jan Kolata und Paul Schwer

Paul Schwer

Jan Kolata

Termin: 23.9.–6.10.2019
Ort: Teloy-Mühle

Jan Kolata war Professor an der Universität Bochum. Seine abstrakte Malweise gehört zu den spektakulärsten ihrer Art.  Eine seiner Arbeiten hängt inzwischen im Büro des Ministerpräsidenten des Landes NRW, Armin Laschet. Mit einem ausgeprägten Farbgefühl schafft er es, die oft großflächigen Malgründe zu füllen, Kolatas Bilder testen die Grenzen zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit aus. Den Fokus seines künstlerischen Schaffens sehe er stets in dem Prozess, wobei der Zufall eine große Rolle spielt. Wie er selber in einem Interview sagt, gäbe es vor der Entstehung der Bilder kein Konzept, sie „werden im Prozess erfunden und formuliert“.

Paul Schwer Paul Schwer ließ sich in seinen Lehrjahren von Erwin Heerich inspirieren, der als Professor an der Kunstakademie Düsseldorf tätig war und bis zu seinem Tod in Meerbusch lebte. Erwin Heerich war schon als Student in der Bildhauerklasse von Ewald Mataré auf das engste mit der Kunstakademie verbunden. Gemeinsam mit Beuys bezog Erwin Heerich das Meisterschüleratelier Ewald Matarés. Paul Schwer ist ein Bildhauer, der den Werkstoff Kunststoff für sich entdeckt hat. Plexiglas, bemalt oder farbig bedruckt, wird heiß verformt zu Skulpturen. Viele Werke im Bereich Kunst am Bau sind von ihm verwirklicht worden, so zum Beispiel im technischen Rathaus in Meerbusch-Lank.

Kurator: Bernd Mayer

Meerbuscher Fotofreunde

Termin: 29.6.–3.8.2019
Ort: Stadtbibliothek am Franz-Schütz Platz

Die Meerbuscher Fotofreunde unter der Leitung Frau Laskowski treffen sich in regelmäßigen Abständen, um sich über das Thema Fotografie auszutauschen. Was Viele nicht wissen,  ist dass sich die Mitglieder der Fotofreunde auch regelmäßig an Wettbewerben teilnehmen und bereits beachtliche Preise gewonnen haben. Die Wettbewerbsfotos werden in der Stadtbibliothek präsentiert. Während der Vernissage am 29. Juni, 11:00 Uhr gab es auch die Gelegenheit die Fotografen persönlich zu sprechen.

MeerbuschKunst mit Claudia Mann und Gereon Krebber

Termin: 10.3.–24.03.2019

Teloy-Ponder

Teloy steht für den besonderen Ort und Rahmen, die Kunstwerke sind eigens für diesen Ort geschaffen worden. Ponderation ist ein Begriff der bildenden Kunst, der vereinfacht soviel bedeutet wie das Gleichgewicht zu finden. Diese Findung des Gleichgewichts ist auch das zentrale Thema der einzelnen Kunstwerke, aber auch im Zusammenspiel aller Werke im Raum.

Gereon Krebber ist Professor an der Kunstakademie Düsseldorf und gehört zu den arrivierten zeitgenössischen Bildhauern in Deutschland. Direkt am Eingang wurde ein tonnenschwere Betonskulptur installiert, dies ist ein aus der Form gebrachter Mühlenstein, der somit in Beziehung zur Mühle gebracht wurde, aber auch in seiner Verformung aus dem Gleichgewicht  und durch die Installation wieder ins Gleichgewicht gebracht wurde. Dieses experimentieren mit ungewöhnlichen Materialien sowie Formen und ihrem Wirken im Raum beschreiben das Wesen der Kunst von Herrn Prof. Krebber.

Die zweite Künstlerin, Claudia Mann, gehört zu den jungen aufstrebenden Bildhauern. Sie wurde in der Zeit nach ihrem Studium an der Kunstakademie Düsseldorf mit vielen Preisen ausgezeichnet, wie etwa 2016 dem Förderpreis für bildende Kunst der Stadt Düsseldorf.

Im Mittelpunkt ihrer Kunst steht die Frage danach, was Skulptur sei, sie beschreibt es wie folgt:

Um den Raum vom Weltall bis zum Erdmittelpunkt zu begreifen, sollte klar sein: Boden ist nur eine scheinbar undurchdringliche Fläche. Er besteht ebenso aus Luft wie aus Material. […] Wir stehen auf dem Boden, aber wir sind uns nicht permanent dessen bewusst, dass auf der gegenüberliegenden Seite der Erde, jemand auch glaubt richtig herum zu stehen. Boden ist Teil von der Definition „Horizont“. Er reicht bis zum Horizont. Hier tritt ein Dreieck in Erscheinung. Alles ist immer wieder Dreieck: Der Standort (begonnen bei den Füßen), die Augenhöhe und das, was man sieht. Körperlich steht es in Abhängigkeit. Das Dreieck ist Synonym für Stabilität und macht sich auch in der Statik durch drei Auflagepunkte bemerkbar – Drei-Punkte-Logik.