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„Wenn ich Bundeskanzler wäre …“ – Jugendliche kommen zur U18-Wahl in Podcasts zu Wort

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Autor Tobias Steinfeld im Gespräch mit Jugendlichen. Er hat die Podcasts zur U18-Wahl erstellt.

Autor Tobias Steinfeld im Gespräch mit Jugendlichen. Er hat die Podcasts zur U18-Wahl erstellt. Foto: Stadt Meerbusch

„Wenn ich Bundeskanzlerin wäre, würde ich mich dafür einsetzen, dass die Schere zwischen Arm und Reich nicht so weit auseinandergeht und dass sich mehr Menschen mit dem Thema Klimawandel auseinandersetzen“, sagt die 16jährige Tina. Ihre Vorstellungen teilt sie in der Podcast-Folge mit dem Titel „Es geht um unsere Generation“ den Zuhörerinnen und Zuhörern mit. Entstanden sind die Audioaufnahmen im Zusammenhang mit der U18-Wahl in Meerbusch.

 

„Mir war wichtig, den Jugendlichen Gehör zu schenken und ihnen eine Stimme zu geben. Mit den Podcasts geht das sogar über die diesjährige U18-Wahl hinaus, weil die einzelnen Folgen ja dauerhaft abrufbar sind“, erklärt Arne Klar von der mobilen Jugendarbeit der Stadt Meerbusch. Er hat die U18-Wahl in Meerbusch organisiert und die Idee zu den Podcasts gehabt. Aufgenommen und aufbereitet hat die einzelnen Folgen der Düsseldorfer Autor Tobias Steinfeld. Entstanden sind dabei elf unterschiedliche Podcasts mit Titeln wie „Es geht um unsere Generation“ oder „Massentierhaltung verbieten“. Abrufbar sind die Audiodateien auf der Onlineplattform Spotify unter „U18 Wahl Meerbusch“ (hier gelangen Sie zu den Podcasts).

Unterstützt wurde das Projekt auch von den beiden Politiklehrern Aaron Dreis von der Städtischen Realschule und Carl Sidow vom Städtischen Meerbusch-Gymnasium.
Neben der Erstellung der Podcasts konnten die Schülerinnen und Schüler der beiden Schulen auch selbst zur Wahlurne schreiten und die Bundestagswahl simulieren. Insgesamt sind im Rahmen der U18-Wahl 747 gültige Stimmen abgegeben worden. Bei den Jugendlichen erreichten die Grünen 32,66 Prozent der Stimmen, gefolgt von der FDP (27,04 %), der CDU (14,86 %) und der SPD (10,17 %). Die Linke erreichte bei der Abstimmung 4,42 Prozent, die Tierschutzpartei 2,81 Prozent. Die sonstigen Parteien erhielten insgesamt 8,01 Prozent.

Die U18-Wahlen finden im Zusammenhang offizieller Wahlen statt, an ihr können aber nur Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren teilnehmen. Die Ergebnisse sollen ein Stimmungsbild unter den jungen Menschen vermitteln, fließen aber nicht in die offizielle Wahl ein.