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Regionalforstamt Niederrhein schränkt die Begehung der Wälder ein / Verbote auch im städtischen Forst

Waldbrandgefahr: Nur noch befestigte Waldwege sind freigegeben

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Brennender Wald

Rauchen oder gar Grillen im Wald kann bei anhaltender Dürre verheerende Folgen haben. Die Forstbehörde Niederrhein hat deshalb jetzt das Betretungsrecht eingeschränkt. Foto: i-stock

Angesichts der anhaltenden Dürre hat das Regionalforstamt Niederrhein jetzt das Betretungsrecht in den heimischen Wäldern eingeschränkt. Dazu wurde eine „Ordnungsbehördliche Verordnung zur Vermeidung von Waldbränden“ erlassen. Entsprechende Hinweise werden jetzt auch an den Eingängen zum städtischen Herrenbusch ausgehängt. Spaziergänger, Jogger und Erholungssuchende dürfen sich demnach nur noch auf befestigten Wegen aufhalten.

Rauchen oder Grillen strengstens verboten

Das Rauchen oder gar Grillen ist am oder im Wald ohnehin bereits strengstens verboten. Michael Betsch, Bereichsleiter für die Grünflächen im Stadtgebiet, befürwortet das Durchgreifen: „Wir befinden uns in einer Extremsituation, die von allen Vorsicht und Rücksicht erfordert.“  

Das Verbot, die Wege zu verlassen, ist bis zum 31. August gültig. Sollte sich die Lage zuspitzen, wird es entsprechend verlängert. „Die generelle Sperrung der Wälder ziehen wir im Moment noch nicht in Erwägung. Denn es sind die Waldbesucherinnen und Waldbesucher, die die meisten Brände entdecken und melden“, sagt Otto Pöll, Leiter des Regionalforstamtes. „Waldbrände gefährden Lebensräume und unsere Erholungszonen“, mahnt er. „Zu ihrem Schutz müssen alle gemeinsam handeln.“ Bei Entdecken eines noch so kleinen Brandes solle sofort über die Notrufnummer 112 die Feuerwehr alarmiert werden.

Welche Behörde entscheidet das?

Das Regionalforstamt Niederrhein mit Sitz in Wesel gehört zu "Wald und Holz NRW", der Forstbehörde in Nordrhein-Westfalen. Das Forstamt hat 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 23 Försterinnen und Förster in den Revieren und kümmert sich um die Belange des Waldes in der Region. Dazu gehören die Beratung und Betreuung der  privaten und kommunalen Waldbesitzer sowie die Bewirtschaftung von landeseigenen Waldflächen. Zum Aufgabengebiet zählen außerdem die Umweltbildung, die Überwachung der Einhaltung der geltenden Rechtsvorschriften im Wald und die Förderung der Wald- und Forstwirtschaft in der Region.