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Politik besucht Baustelle für neue Kita am Laacher Weg

Erstmals kommen bei einem städtischen Bauvorhaben Holzfertigteile zum Einsatz

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Michael Assenmacher (Mitte), Technischer Beigeordneter der Stadt Meerbusch, informiert die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses über den Stand der Arbeiten an der neuen Kita am Laacher Weg

Ortstermin auf der Baustelle. Michael Assenmacher (Mitte), Technischer Beigeordneter der Stadt Meerbusch, informiert die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses über den Stand der Arbeiten an der neuen Kita am Laacher Weg. Foto: Stadt Meerbusch

Über den Stand der Arbeiten an der neuen Kita am Laacher Weg informierten sich im Vorfeld des Bau- und Umweltausschusses am 4. Februar die Kommunalpolitikerinnen und Politiker der einzelnen Fraktionen. Besonders die Bauweise der Kindertagesstätte stand im Fokus der Führung durch Michael Assenmacher, Technischer Beigeordneter im Rathaus der Stadt Meerbusch. Erstmals setzt die Verwaltung bei einer Baumaßnahme nämlich auf fertige Holzrahmenbauteile, die vor Ort nur noch zusammengesetzt und verschraubt werden. So ist seit Mitte Januar bereits das Erdgeschoss der sechsgruppigen Kita fertiggestellt und große Teile der Arbeiten am Obergeschosses begonnen worden.

Mit schwerem Gerät sind die Holzfertigteile aus dem Werk in Ahaus zum Laacher Weg nach Büderich transportiert worden. Die Arbeiten liegen durch die wetterunabhängige Bauweise voll im Zeitplan. Ein weiterer Vorteil: Die komplette Kita wurde digital am Computer geplant- von der Größe der einzelnen Räume bis zur Position von Steckdosen, Fenstern und Türen. Die Elemente wurden dann millimetergenau mit modernster Technik vorgefertigt. So soll die Einrichtung zum Kita-Jahr 2020/21 bereits bezugsfertig sein.
Träger der neuen Kita „Rheinräuber“, die unmittelbar neben dem Mataré-Gymnasium entsteht, wird die „Kinderzentren Kunterbunt“ GmbH.

Neben der besonderen Bauweise wird bei der Einrichtung auch auf einen möglichst geringen Energieverbrauch gesetzt. Die Wärmedämmung der neuen Kita, so kündigte Bürgermeisterin Mielke-Westerlage beim Spatenstich im November 2019 an, wird die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (ENEV) um mehr als 70 Prozent unterschreiten. Kompakte Bauweise, beste Dämmung, Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung in den Gruppenräumen und eine Photovoltaikanlage im Dach machen es möglich. Zudem versorgt das Blockheizwerk des Mataré-Gymnasiums die Kita mit Wärme.

Die Baukosten liegen bei rund 3,8 Millionen Euro, etwa 150.000 Euro kostet die Inneneinrichtung. Weitere 165.000 Euro sind für den Neubau des zu verlegenden Basketballplatzes des Gymnasiums fällig. Das Land NRW bezuschusst die neue Kita mit 2,5 Millionen Euro.

Der Bauplatz für die neue Einrichtung am Laacher Weg war erst nach mühevoller Suche gefunden worden. Insbesondere in großen Teilen Büderichs, die in der Lärmschutzzone des Düsseldorfer Flughafens liegen, haben Kita-Neubauten keine Chance auf Genehmigung durch die Bezirksregierung. Nötig geworden war der Bau durch die steigende Zahl der Kinder unter sechs Jahren im Stadtteil Büderich.