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"Mayors for Peace": Meerbusch zeigt Flagge für den Frieden und gegen Atomwaffen

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Weltweit setzen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister am 8. Juli ein Zeichen für den Frieden. Auch am Rathaus der Stadt Meerbusch weht heute die grün-weiße Fahne der "Mayors for Peace". Foto: Stadt Meerbusch

Weltweit setzen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister am 8. Juli ein Zeichen für den Frieden und gegen den Einsatz von Atomwaffen. Auch am Rathaus der Stadt Meerbusch weht heute die grün-weiße Fahne der "Mayors for Peace". Foto: Stadt Meerbusch

Seit heute (8. Juli) weht vor dem Rathaus an der Dorfstraße die Flagge des weltweiten Bündnisses der Mayors for Peace. Mehr als 500 Städte in Deutschland zeigen mit der Aktion in diesem Jahr ihre Solidarität mit der Ukraine und setzen sich für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen ein. Die Botschaft: Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar ist die europäische Sicherheitsordnung zerstört worden. Die nuklearen Drohgebärden Russlands sind ein Tabubruch. Die atomare Bedrohung ist so präsent wie lange nicht mehr. Bürgermeister Christian Bommers hat sich spontan der Aktion angeschlossen: "Wir brauchen in diesen schwierigen Zeiten klare, internationale Bekenntnisse, dass es zum Frieden keine Alternative gibt."

Weltweit die Stimme für den Frieden erheben

Vor diesem Hintergrund fand in Wien vom 21. bis 23. Juni die erste Vertrags­staatenkonferenz des Atomwaffenverbotsvertrages statt. Der Vertrag war am 22. Januar 2021 in Kraft getreten. Deutschland hat an der UNO-Konferenz als Beobachter teilgenommen. Die Mayors for Peace waren mit zahlreichen Delegierten ebenfalls vertreten. Hibakusha – Überlebende der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki – berichteten über die beispiellose humanitäre Katastrophe, die der Einsatz dieser Massenvernichtungswaffen verursachte.

„Atomwaffen haben das Potential, alles Leben auf unserem Planeten zu vernichten“, so Christian Bommers. „Friedensforscher sehen derzeit sogar Anzeichen für ein neues nukleares Wettrüsten.  Das darf nicht sein, dagegen müssen wir weltweit unsere Stimme erheben!“ Auch viele kleine Gesten seien dabei hilfreich.  Mit dem Hissen der Flagge setze auch Meerbusch einmal  mehr ein Zeichen der Solidarität mit der Ukraine.

Atomwaffen verstoßen gegen Völkerrecht

Am Flaggentag erinnern die Mayors for Peace an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag vom 8. Juli 1996. Der Gerichtshof stellte fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen. Zudem stellte der Gerichtshof fest, dass eine völkerrechtliche Verpflichtung besteht, „in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen.“

 

Wer sind die Mayors for Peace?

Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Das weltweite Netzwerk setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren. Mehr als 8.170 Städte gehören dem Netzwerk an, darunter mehr als 830 Städte in Deutschland. Rund 500 Städte in Deutschland beteiligen sich in diesem Jahr am Flaggentag.