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Standortanalyse der IHK: Meerbusch gehört zu den bestbewerteten Wirtschaftsstandorten am Mittleren Niederrhein

Knapp 100 Betriebe beteiligten sich im Frühjahr 2020 an Unternehmensumfrage

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Die Standortanalyse für Meerbusch hat Jürgen Steinmetz (l.), Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage und Wirtschaftsförderer Stephan Benninghoven (r.) vorgestellt. Die Präsentation fand im Gartencenter von Ullrich Wantikow (2.v.r) statt.

Die Standortanalyse für Meerbusch hat Jürgen Steinmetz (l.), Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage und Wirtschaftsförderer Stephan Benninghoven (r.) vorgestellt. Die Präsentation fand im Gartencenter von Ullrich Wantikow (2.v.r) statt. Foto: Stadt Meerbusch

Mit einer detaillierten Standortanalyse hat die IHK Mittlerer Niederrhein den Wirtschaftsstandort Meerbusch untersucht. Das Ergebnis: Meerbusch gehört mit der Note 2- zu den bestbewerteten Wirtschaftsstandorten am Mittleren Niederrhein. Das ergab eine Unternehmensumfrage, an der sich knapp 100 Meerbuscher Betriebe beteiligten. Durchgeführt wurde die Umfrage im Frühjahr 2020, also noch vor der Corona-Pandemie. Bewerten konnten die Betriebe 60 Standortfaktoren, wie die Infrastruktur, das Stadtbild aber auch die Höhe der öffentlichen Gebühren und der Gewerbesteuer.

„Bei immerhin 16 der 20 wichtigsten Standortfaktoren schneidet Meerbusch besser ab als der Durchschnitt am Mittleren Niederrhein“, so Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein. Vor allem die Verkehrsanbindung an das Straßen- und Autobahnnetz als auch der Zustand der überörtlichen Straßen werden positiv bewertet. Gleiches gilt für das Stadtbild und die Sicherheit in den Stadtzentren. Gut bewertet werden auch die Einkaufsmöglichkeiten und der Branchenmix, sowie die Erreichbarkeit und die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung.

Kritisch äußern sich die Betriebe hingegen bei der Informations- und Kommunikationsinfrastruktur. Um den Wirtschaftsstandort Meerbusch weiter zu stärken sei aus Sicht der IHK vor allem der Breitbandausbau und die Verbesserung der Netzqualität eine der zentralen Handlungsempfehlungen. „In den vergangenen Jahren hatte sich in Sachen Breitbandausbau schon einiges getan. Sicherlich ist da noch Luft nach oben. Wir stehen daher im regelmäßigen Austausch mit den Telekommunikationsanbietern, um den Ausbau zügig voranzutreiben“, so Stephan Benninghoven, Wirtschaftsförderer der Stadt Meerbusch. Neben den persönlichen Gesprächen mit den Unternehmern sieht er die Standortanalyse der IHK Mittlerer Niederrhein als umfangreiches Stimmungsbild der örtlichen Betriebe.

„Durch die Corona-Pandemie haben sich für viele Unternehmen natürlich die Prioritäten, die im Frühjahr abgefragt wurden, verändert. Ich denke aber, dass viele Themenbereiche auch aktuell nach wie vor wichtig sind, wie beispielsweise der Breitbandausbau, der natürlich auch die Mitarbeiter im Home-Office betrifft, oder die Erreichbarkeit der Stadtverwaltung“, so Benninghoven weiter.

Neben dem Stimmungsbild der Meerbuscher Unternehmen gibt die Standortanalyse der IHK Mittlerer Niederrhein auch einen Überblick über den Wirtschaftsstandort Meerbusch als solchen. So spiele produzierendes Gewerbe nur eine untergeordnete Rolle. Überdurchschnittlich vertreten seien hingegen Betriebe aus den Branchen Handel, Verkehr und Gastgewerbe. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten insgesamt habe sich zwischen 1999 und 2019 mehr als verdoppelt. Auch bei der Kaufkraft sowie der Gründungsdynamik und Intensität ist Meerbusch sowohl im Landes- als auch im Kammervergleich überdurchschnittlich.