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Corona: Landesregierung passt Betreuungsregelungen für Kita- und Schulkinder an - Minister ermahnt Eltern zur Fairness (Update 22. März)

Appell: Macht die Gruppen nicht größer als unbedingt nötig!

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Kinder malen mit Fingerfarben

Die Stadt Meerbusch erhebt - wie alle anderen Städte im Land auch - für den Monat April keine Elternbeiträge für den Besuch von Kita, Tagespflege und Offenem Ganztag. Foto: i-stock

Die Landesregierung hat mit einem neuen Erlass die Voraussetzungen angepasst, unter denen Eltern notfalls ihre Kinder in der Kita betreuen lassen können. Bisher war dies nur möglich, wenn beide Elternteile als "unentbehrliche Schlüsselpersonen in systemrelevanten Berufsgruppen" arbeiten. Ab Montag, 23. März, genügt es auch, wenn dies nur auf ein Elternteil zutrifft und wenn keine andere Lösung möglich ist. Auch eine Wochenendbetreuung muss für Notfälle sichergestellt werden. In die Gruppen dürfen wegen des Infektionsrisikos nicht mehr als fünf Kinder.

Die Schulen müssen auch in den Osterferien (Ausnahme Karfreitag bis Ostermontag) Betreuung sicherstellen.

Die neue Regelung, die am Samstagmittag auch in den Meerbuscher Einrichtungen kommuniziert wurde, soll helfen, Eltern in "systemrelevanten Berufsgruppen" wie Ärzte, Kranken- und Altenpfleger etc., die derzeit besonders stark durch ihre Arbeit beansprucht sind, zu entlasten. Eine entsprechende Bescheinigung des Arbeitgebers muss vorgelegt werden.

Am Sonntag wandte sich NRW-Familienminister Joachim Stamp dazu noch einmal mahnend in einem Elternbrief an die betroffenen Mütter und Väter. "Aus Infektionsschutzgründen sollte die Inanspruchnahme dieser Neuregelung auf das unbedingt erforderliche Maß beschränkt bleiben." Die Kinder sollten nur dann in eine Tageseinrichtung gebracht werden, wenn die Betreuung wirklich nicht selbst oder mit einer anderen Lösung verantwortungsvoll gewährleistet werden könne. "Machen Sie die Kinderzahl in den Betreuungsgruppen nicht größer als unbedingt erforderlich", so Stamp in seinem Appell. Die Leiterinnen und Leiter der Kitas im Lande forderte der Minister auf, "sehr genau und kritisch zu prüfen, ob die Eltern derzeit für ihre Arbeit vor Ort wirklich unabkömmlich sind oder ob andere Lösungen ermöglicht werden können."