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Aufatmen in Osterath: Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft

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Erleichtert nach halbstündiger erfolgreicher Arbeit: Thomas Kiefer (links) und Jost Leisten vom Kampfmittelräumdienst. Foto: Stadt Meerbusch

Erleichtert nach halbstündiger erfolgreicher Arbeit: Thomas Kiefer (links) und Jost Leisten vom Kampfmittelräumdienst. Foto: Stadt Meerbusch

Die amerikanische Fünf-Zentner-Bombe, die am Mittwoch bei Bauarbeiten an der Meerbuscher Straße in Osterath entdeckt worden war, ist nach halbstündiger Arbeit erfolgreich entschärft worden. Um 18.20  Uhr am Mittwochabend konnten Jost Leisten und Thomas Kiefer vom Kampfmittelräumdienst nach getaner Arbeit Entwarnung geben. Alle Sperrungen wurden wieder aufgehoben, die Anwohner konnten erleichtert in ihre Häuser zurück. Insgesamt waren rund 110 Einsatzkräfte des städtischen Ordnungsamtes, des Stadtbauhofes, der Feuerwehr, der Polizei und des Rettungsdienstes im Einsatz, um die Aktion zu sichern.

Am Nachmittag hatte zunächst die Evakuierung des unmittelbaren Fundortumfeldes begonnen. Unter anderem mussten der nahe gelegene Edeka-Markt, eine Tankstelle, die Gewerbebetriebe der Alten Seilerei sowie Wohnhäuser im Bereich des Gladiolenwegs und der Kornstraße geräumt werden. Schulen und Kitas waren früh informiert worden, so dass alle Kinder rechtzeitig von ihren Eltern abgeholt werden konnten.

Die Buslinien, die üblicherweise den Bereich durchfahren, wurden für mehrere Stunden umgeleitet, die Haltestellen "Winklerweg" und "Alte Seilerei" ab 16 Uhr nicht mehr bedient. Folgen hatte der Bombenfund auch für den Bahnverkehr: Die durch Osterath führende Bahnstrecke Neuss-Krefeld wurde kurz vor 17 Uhr gesperrt, der Bahnhof Osterath nicht mehr angefahren. 

Alle nötigen Maßnahmen hatte ein Stab aus Vertretern von Stadtverwaltung, Feuerwehr, Polizei, Stadtwerken, Rheinbahn und Deutscher Bahn am frühen Nachmittag eingeleitet. Die Menschen im 250-Meter-Umkreis des Fundortes wurden teils mit Flugblättern informiert oder durch direkte Ansprache von Ordnungskräften gebeten, den Bereich zu verlassen. In der Realschule Osterath standen Räume zur Verfügung, in denen die Betroffenen die Entschärfung abwarten konnten.

Im Umkreis von 500 Metern wurde die Bevölkerung gebeten, sich nicht im Freien aufzuhalten und Fenster und Türen geschlossen zu halten. Verkehrsteilnehmer mussten den Bereich Osterath-Mitte/Bovert weiträumig umfahren. Um möglichst viele Menschen im Gefahrenbereich zu informieren, gab es zusätzlich  Lautsprecherdurchsagen der Feuerwehr.