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Achtung Alarm: Landesweiter Warntag am 5. September soll Bevölkerung für Notfälle sensibilisieren

Bei Sirenensignal unbedingt Radio einschalten oder Warn-App "NINA" nutzen

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So sehen die neuen Sirenen aus, die die Stadt auf Masten flächendeckend im Stadtgebiet aufstellt. Bis zur Vollendung des Warnkonzepts sollen es insgesamt 30 Stück sein. Foto: Stadt Meerbusch

So sehen die neuen Sirenen aus, die die Stadt auf Masten flächendeckend im Stadtgebiet aufstellt. Bis zur Vollendung des Warnkonzepts sollen es insgesamt 30 Stück sein. Foto: Stadt Meerbusch

Am Donnerstag, 5. September, findet in Nordrhein-Westfalen der zweite landesweite Warntag statt. Pünktlich um 10 Uhr werden dann auch in Meerbusch die Sirenen getestet. Ausgelöst werden die Warnanlagen von der Leitstelle des Rhein-Kreises Neuss. Als erstes Signal ist über die Sirenen ein Dauerton von einer Minute mit der Bedeutung „Entwarnung“ zu hören.

"Zusammen warnen"

Danach erfolgt um 10.06 Uhr ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton mit der Bedeutung „Warnen – Radio einschalten und auf Durchsagen achten“. Um 10.12 Uhr schließt der Probealarm wieder mit einem Dauerton für Entwarnung. Die Warn-App „NINA“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) löst per so genannter Push-Benachrichtigung eine Warnmeldung aus.

In diesem Jahr steht der Warntag unter dem Motto „Zusammen warnen“. Denn was viele nicht wissen: Beim Thema Warnung sind neben der Feuerwehr viele beteiligt, unter anderem der Deutsche Wetterdienst (DWD), der öffentlich-rechtliche Rundfunk, die Kommunen und der Rhein-Kreis Neuss. Der Warntag wird deshalb auch zeigen, ob das "Zusammenspiel der Kräfte" funktioniert.

Bewusstsein fördern - Technik testen

"Mit dem Warntag wollen wir in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für das Thema Warnung schaffen", so Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage. "Zudem erfahren wir beim Probealarm, wo es noch Nachbesserungsbedarf gibt." Innenminister Herbert Reul hatte den landesweiten Warntag 2018 ins Leben gerufen, um die kommunalen Warnkonzepte gebündelt zu erproben und Schwachstellen zu erkennen. Auch die Stadt Meerbusch hat ein individuelles Warnkonzept entwickelt, das auf die örtlichen Bedingungen abgestimmt ist und die schrittweise Erneuerung oder Umrüstung der Warnanlagen vorsieht. In Meerbusch wird die Bevölkerung derzeit über 18 Sirenen gewarnt, langfristig sollen es 30 werden, damit flächendeckend optimal beschallt werden kann.

Zur Beruhigung: Vier Anlagen werden am Warntag nicht laufen. Die Standorte an der Wittenberger Straße in Lank-Latum, im Osterather Mollsfeld und am Kaustinenweg werden noch technisch nachgerüstet bzw. repariert. An der Bösinghovener Straße / Im Rott in Bösinghoven wird derzeit ein Kanalpumpwerk eingebaut. Deshalb ist hier vorübergehend die Stromversorgung der Sirene unterbrochen.  Wer Fragen hat oder am Warntag feststellt, dass die Sirene in seiner Nachbarschaft nicht läuft, kann eine E-Mail an den Leiter der Feuerwache Meerbusch, Ralf Bolten, senden.

 "Was bedeutet das Signal und wie muss ich mich jetzt verhalten? Diese Frage darf man sich nicht erst im Ernstfall stellen, denn dann kann es zu spät sein. Deshalb wollen wir mit dem landesweiten Warntag vorsorglich sensibilisieren und informieren“, sagt Stefan Meuter vom Verband der Feuerwehren im Rhein-Kreis Neuss.

Ausführlliche Informationen des  NRW-Innenministeriums zum Thema „Warnung“ und zum landesweiten Warntag finden Sie hier.

Was bedeuten die Sirenensignale und was ist wann zu tun? Die Grafik klärt über die wesentlichen Signaltöne auf. Grafik: Rhein-Kreis Neuss

Was bedeuten die Sirenensignale und was ist wann zu tun? Die Grafik klärt über die wesentlichen Signaltöne auf. Grafik: Rhein-Kreis Neuss