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Jetzt ist auch Meerbusch Corona-Risikogebiet: Was nun zu beachten ist

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Der Kampf gegen die dramatisch schnelle Verbreitung des Corona-Virus erforderte eine neuerliche Verschärfung der Verhaltensregeln für alle. Foto: i-stock

Der Kampf gegen die dramatisch schnelle Verbreitung des Corona-Virus erforderte eine neuerliche Verschärfung der Verhaltensregeln für alle. Foto: i-stock

Seit Sonntag (18. Oktober) ist der Rhein-Kreis und damit auch die Stadt Meerbusch Risikogebiet. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner hat innerhalb der letzten sieben Tage den kritischen Schwellenwert von 50 überschritten und steigt weiter. Damit ist die Gefahrenstufe 2 erreicht, die eine Reihe verschärfter Einschränkungen für die Bevölkerung nach sich zieht. Die wichtigsten Neuerungen haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Wenn's mal eng wird
  • Meerbusch ist keine Großstadt mit großen Einkaufsstraßen voller Menschen. In stark frequentierten Bereichen wie Fußgängerzonen wird dennoch dringend empfohlen, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wenn die nötigen Sicherheitsabstände zu anderen Personen nicht einzuhalten sind.
Gastronomie
  • Gastronomiebetriebe müssen um 23 Uhr schließen. Auch der Verkauf von Alkohol ist nach 23 Uhr verboten.
Geselligkeit
  • In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch kleine Gruppen von höchstens fünf Personen oder Angehörige von maximal zwei Haushalten treffen.
  • An geselligen Festen aus herausragendem Anlass (Hochzeiten, Geburtstage oder Jubiläen) außerhalb einer Wohnung dürfen höchstens zehn Personen teilnehmen. Bei Trauungen im Standesamt sind zehn Personen und der Standesbeamte zugelassen. Bis auf das Brautpaar und den Standesbeamten müssen alle Gäste Mund-Nasen-Schutz tragen.
Beim Sport
  • Zuschauer von Sportveranstaltungen müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.
In der Schule
  • Schüler ab der 5. Klasse müssen in Nordrhein-Westfalen nach den Herbstferien auch an ihrem Sitzplatz im Unterricht wieder Maske tragen (Verfügung der Landesregierung vom 21. Oktober).
  • Herbst und Winter bringen schlechteres Wetter: Auf der besonders stark frequentierten Buslinie zum Matare-Gymnasium und zur Maria-Montessori-Gesamtschule werden zwei zusätzliche E-Busse eingesetzt. Die Schulverwaltung der Stadt wird beobachten, wie die Schulbusse ausgenutzt sein werden.
Im Trauerfall
  • Bei Beerdigungen gilt im Freien eine Obergrenze von 100 Personen, dafür aber wieder generell eine Maskenpflicht. Bei Beerdigungen wie auch bei standesamtlichen Trauungen sind nahe Angehörige von der Abstandspflicht ausgenommen. In der Kirche gelten die bekannten Hygiene- und Abstandsregeln. In den Trauerhallen der städtischen Friedhöfe sind nur höchstens 20 Personen zugelassen. Beim Miteinander nach der Beerdigung (Beerdigungskaffee) sind die aktuellen Gastronomieregeln (nur 5 Personen pro Tisch und Ausfüllen von Kontaktlisten) zu beachten.
Städtische Einrichtungen von Meerbad bis Wasserturm
  • Im "Meerbad" läuft der Badebetrieb nach dem bewährten Hygienekonzept weiter. Derzeit dürfen nur 40 Badegäste gleichzeitig im Bad sein.
  • In der Teloy-Mühle in Lank-Latum finden bis Jahresende keine Veranstaltungen statt. Die beengten räumlichen Verhältnisse lassen derzeit nur 25 Personen in der Mühle zu.
  • Im Forum Wasserturm laufen das neue Kleinkunst- und Kabarettprogramm und die Kindertheater-Reihe weiter. 100 namentlich registrierte Besucher dürfen pro Veranstaltung dabei sein.
  • In der Volkshochschule wurde die Teilnehmerzahl pro Kurs auf acht begrenzt, die Hygieneregeln greifen gut.
  • Auch die Stadtbibliothek hat mit ihren Infektionsschutzvorkehrungen gute Erfahrungen gemacht. Das Haupthaus am Dr.-Franz-Schütz-Platz und die Zweigestellen in Lank und Osterath bleiben zu leicht reduzierten Zeiten geöffnet. PC-Arbeitsplätze bleiben allerdings
  • Die Bürgerbüros können weiter ohen vorherige Terminvergabe besucht werden.

Der Rhein-Kreis Neuss hat eine Allgemeinverfügung zur Eindämmung des Infektionsgeschehens erlassen. In Kürze werden weitere Präzisierungen in Form einer neuen Verfügung erwartet.

Die bereits bekannten Einschränkungen – zum Beispiel Maskenpflicht in Geschäften und das Abstandsgebot - bleiben wie gehabt erhalten. Bei allen Regelungen der Coronaschutzverordnung gilt für den privaten Raum – also das eigene Haus samt Garten oder die eigene Wohnung –  in Nordrhein-Westfalen weiterhin der hohe Grundrechtsschutz der Privatsphäre. Die Landesregierung empfiehlt aber dringend die Beachtung der Regelungen auch im privaten Raum – dies schließt ausdrücklich die Empfehlung ein, Kontakte und private Feiern zu reduzieren und möglichst infektionssicher zu gestalten.