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Schulen und Kitas ab Montag geschlossen / Umfangreiches Maßnahmen-Paket auch für Meerbusch geschnürt

Bekämpfung des Corona-Virus bringt jetzt teils erhebliche Einschnitte in den Lebensalltag mit sich

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Alle Dienststellen und Einrichtungen der Stadt Meerbusch sind an den Brückentagen im Mai und Juni geschlossen. Foto: i-stock

Alle Dienststellen und Einrichtungen der Stadt Meerbusch sind an den Brückentagen im Mai und Juni geschlossen. Foto: i-stock

Entsprechend dem Maßnahmenpaket der Landesregierung zur Eindämmung des Corona-Virus bleiben auch in Meerbusch ab Montag, 16. März, alle Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen geschlossen. Zudem hat die Corona-Koordinierungsgruppe der Stadt um Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage konkrete Maßnahmen für den weiteren Betrieb der städtischen Dienststellen und Einrichtungen auf den Weg gebracht. Dabei geht es unter anderem um die Dienstregelungen in Bürgerbüros, im Standesamt und anderen publikumsintensiven Bereichen, aber auch um die Arbeitsorganisation in der Mitarbeiterschaft insgesamt.

Die Schließung der Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen stellt dabei den erheblichsten Einschnitt in den Lebensalltag der Bevölkerung dar. Die von der Landesregierung festgelegten Regelungen sind wie folgt:

  • Grundschulen und weiterführende Schulen: Die Schulen in Nordrhein-Westfalen werden durch das Vorziehen des Beginns der Osterferien ab sofort ab Montag bis zum 19. April 2020 geschlossen. Die Schulen werden aber am Montag und Dienstag für eine Betreuung von nicht betreuten Schülerinnen und Schülern sorgen. In den weiterführenden Schulen wird für die aktuellen Abschlussjahrgänge sichergestellt, dass geplante nötige Prüfungen abgelegt werden können. 
  • Kinderbetreuung: Ab Montag dürfen Kinder im Alter bis zur Einschulung keine Kindertageseinrichtung, Kindertagespflegestelle, Heilpädagogische Kindertageseinrichtungen oder „Kinderbetreuung in besonderen Fällen“ betreten. Die Eltern sind verpflichtet, ihre Aufgabe zur Erziehung der Kinder wahrzunehmen. Sie haben dafür Sorge zu tragen, dass ihre Kinder die Kindertagesbetreuungsangebote nicht nutzen.

Allerdings müssen weiter Betreuungsmöglichkeiten für Kinder vorgesehen werden:

  • für Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonal und weiteres Personal, das notwendig ist, um intensivpflichtige Menschen zu behandeln,
  • für Eltern, die in Bereichen der öffentlichen Ordnung oder anderer wichtiger Infrastruktur arbeiten.

Die Landesregierung stimmt sich bei der Schließung der Kindestagesbetreuungseinrichtungen eng mit den Trägern und kommunalen Spitzenverbänden ab. Die Schulerwaltung der Stadt wird die anstehenden Regelungen am Wochenende in engem Austausch mit den Schulleitern vorbereiten.

Publikumsverkehr im Bürgerbüro nur noch nach Terminvereinbarung

Erledigungen in den städtischen Bürgerbüros werden ab kommender Woche nur noch nach Terminvereinbarung möglich sein. Dazu werden noch Telefonnummern und E-Mail-Adressen veröffentlicht. Das gilt auch für andere publikumswirksame Bereiche wie die Bauaufsicht oder die Betreuungsstelle Asyl. Damit sollen größere Personenzahlen in den Wartebereichen oder gar Warteschlangen verhindert werden.

Für ausgewählte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung wird es - je nach Aufgabengebiet - Home-Office-Lösungen geben, um bei möglichen Infektionen oder Quarantäne-Anordnungen Personal "in Reserve" zu haben.

Forum Wasserturm ab sofort geschlossen

Die städtische Koordinierungsgruppe beschloss zudem mit sofortiger Wirkung, das Forum Wasserturm in Lank zu schließen sowie Ausstellungen in der Teloy-Mühle und anstehende Schulinformationsveranstaltungen abzusagen.

Über die Schließung des "Meerbades", der Volkshochschule, der Städtischen Musikschule und der Stadtbibliothek mit ihren Zweigestellen wird am kommenden Dienstag nach einer Konferenz der Bürgermeister der Kommunen aus dem Rhein-Kreis Neuss mit Landrat hans-Jürgen-Petrauschke entschieden. Ziel ist es, hier ein kreisweit einheitliches Vorgehen abzustimmen. Auch hier sind Schließungen wahrscheinlich.

Die nächsten anstehenden Sitzungen des Ausschusses für Schule und Sport, des Haupt- Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschusses, des Kultur- und des Sozialausschusses werden verschoben.

Alle Maßnahmen gelten zunächst bis nach den Osterferien. Danach wird je nach aktueller Lage neu entschieden.

Öffentliche Veranstaltungen auf dem Prüfstand

Über anstehende öffentliche Veranstaltungen, die genehmigungspflichtig sind, entscheidet die Ordnungsbehörde der Stadt nach einer festen Checkliste. Entschieden wird u. a. nach der zu erwartenden Besucherzahl, nach Durchschnittsalter der zu erwartenden Besucher oder nach den räumlichen Bedingungen am Veranstaltungsort (z. B. Bestuhlung, Lüftung, hygienische Verhältnisse etc.). Nach den gleichen Kriterien müssen auch Ausrichter externer Veranstaltungen abwägen. Nach Maßgabe der Landesregierung sind auch Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Teilnehmern abzusagen oder zu verschieben, wenn sie nicht notwendig sind. Eine ganze Reihe von Veranstaltungsabsagen sind bereits bei der Stadtverwaltung eingegangen. Andere, bereits beantragte Events werden noch von der Ordnungsbehörde geprüft.