Zum bereits dritten Frühjahrsempfang der Stadt Meerbusch am Samstag, 15. März, hatte Bürgermeister Christian Bommers erneut zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Ehrenamt, Kultur und Gesellschaft in der Halle am Wasserturm auf dem Areal Böhler begrüßen dürfen. Der Fokus lag in seiner diesjährigen Rede auf dem Thema Bildung. So wurden die Leitungen der städtischen Kitas, Schulen, der Stadtbibliothek, der VHS und der Musikschule in besonderem Maße gewürdigt. Den musikalischen Auftakt machten Grundschulkinder mit dem Projekt „SingPause“.
„Die Lebensqualität einer Stadt lässt sich unter anderem auch an der Art und Weise ablesen, wie sie mit ihren jüngsten Bürgerinnen und Bürgern, den Kindern und Jugendlichen, umgeht.
Die Qualität der vorhandenen Bildungseinrichtungen und Bildungsangebote steht dabei ganz oben auf dem Bewertungsbogen“, sagte Bommers und machte deutlich, dass er die Schulentwicklung und -modernisierung bereits zu seinem Amtsantritt im Herbst 2020 zu seiner persönlichen Priorität erklärt habe. Mit der Gründung des Sonderausschusses „Zukunft der Schulen“ seien Taten gefolgt, um die Mammutaufgaben zu koordinieren. „Zu keinem Zeitpunkt in der Geschichte Meerbuschs waren das Hochbauamt bzw. der Immobilien-Service und die Schulverwaltung unserer Stadt in solch intensivem Maße mit der Schulausbauplanung und Baubetreuung ausgelastet. Und dies wird auch noch etliche Jahre so weitergehen“, so Bommers weiter. Neue Entwicklungen im Schulbau, steigende Schülerzahlen und nicht zuletzt der ab dem Schuljahr 2026/27 schrittweise anlaufende Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, seien die Gründe für den erheblichen Druck.
Erste Maßnahmen sind derweil gestartet: An der Theodor-Fliedner-Schule in Lank schreitet der Um- und Ausbau zu einer modernen Grundschule mit pädagogisch zeitgemäßen Raumprogramm, mit Mensa und ausreichend Platz für die Offene Ganztagsbetreuung gut voran. Die weiteren schon vorgeplanten Ausbaumaßnahmen an den Grundschulen im Stadtgebiet folgen Schritt für Schritt. Nach den Grundschulen wolle sich die Verwaltung auch den weiterführenden Schulen zuwenden. „An der Martinus-Schule in Strümp und an der Maria-Montessori-Gesamtschule in Büderich sind die gut ausgestatteten mobilen Module schon zu Beginn des laufenden Schuljahres im Sommer 2024 bezogen worden, weitere werden folgen.
Im Modernisierungs- und Ausbauprogramm ist die Eichendorff-Grundschule in Osterath als nächstes an der Reihe. Die umfassende Vorentwurfsplanung hat die Politik im Mai vergangenen Jahres abgesegnet“, führt Bürgermeister Christian Bommers aus.
Mit Blick auf die angespannte Haushaltslage der Stadt sei der Ausbau der Schulen aber eine große Herausforderung, so der Bürgermeister. Der erst kürzlich durch den Landrat genehmigte städtische Haushalt für das Jahr 2025 weise einen Fehlbetrag von 8 Millionen Euro aus, der nur durch einen Griff in die Ausgleichsrücklage gedeckt werden könne. „Auch diese Mittel sind bekanntlich endlich“, sagt Bommers. Er setze daher auch auf das angekündigte Milliardenpaket zur Infrastrukturförderung, dass aktuell in Berlin auf der Tagesordnung steht. „Ich hoffe sehr, dass das auch für Meerbusch spürbare Unterstützung bringt. Denn wer in Bildung investiert, so wie wir es tun, sollte in seinen Bemühungen auch belohnt werden“.
Bei dem Frühjahrsempfang auf dem Areal Böhler standen neben den lokalen Themen aber auch die weltpolitische Lage im Fokus. Die Lage in der Ukraine sei nach wie vor beängstigend. Hinzu käme nun – neben einem unberechenbaren Wladimir Putin – ein ebenso unberechenbarer Donald Trump. „Wir sehen uns täglich mit neuen Eskapaden des US-Präsidenten konfrontiert, der – schier elektrisiert von narzistischen Allmachtsphantasien – rücksichtslos an einer neuen westlichen Weltordnung baut. Drohgebärden, Beleidigungen, Kurzschluss-Aktionen, Tabu- und Bündnisbrüche gehören dabei zum Handwerkszeug der kalkulierten Unverschämtheit“, so Bürgermeister Christian Bommers. Damit, aber auch durch die politische Entwicklung in Deutschland, falle es Bommers schwer, die Dinge mit Zuversicht und Gelassenheit zu betrachten. „Dabei ist ein entspannter, unbelasteter Ausblick auf die vor uns liegenden Monate eigentlich das, was bei einem ‚normalen‘ Frühjahrsempfang Nahe liegt.“









