Als am 13. Dezember 2010 die Städtepartnerschaftsurkunde zwischen Meerbusch und der japanischen Stadt Shijonawate unterzeichnet wurde, war dies erst die zweite dieser Art in NRW. Mit dem „Tag der Freundschaft“ wurde nun - exakt 15 Jahre – diese besondere Beziehung in der Meerbuscher Stadtbibliothek gefeiert. „Die Gründung der Städtepartnerschaft war mehr als ein formeller Akt: Sie war das Zeichen dafür, dass wir über Grenzen hinweg Brücken bauen wollen — zwischen Kulturen, Menschen und Generationen. Und heute, 15 Jahre später, sehen wir: Diese Brücke trägt“, sagte Bürgermeister Christian Bommers in seiner Begrüßungsrede und hob die Gemeinsamkeiten beider Städte hervor: So sind beide 1970 gegründet worden, liegen in der Nähe bedeutender Metropolen und haben viel Grün, historische Stadtteile und eine ähnliche Einwohnerzahl.
Bei informativen Vorträgen konnten die Besucher des „Tags der Freundschaft“ einen spannenden Einblick in Meerbuschs Partnerstadt und die Städtepartnerschaft als solche gewinnen. Ebenso spannend die Mitmach-Aktionen, die der Freundeskreis Meerbusch-Shijonawate und das Japanische Generalkonsulat in Düsseldorf in der Stadtbibliothek organisiert hatten – darunter Manga- und Origami-Workshops oder verschiedene Japan-Rätsel. „Durch die große Zahl der in Meerbusch und Umgebung lebenden Japanerinnen und Japaner, aber auch durch bei uns ansässige japanische Unternehmen hatte Meerbusch seit jeher eine gewisse Affinität zu Japan“, so Bommers weiter. Das große Interesse an Japan, dessen Kultur, Speisen und der Lebensweise, stelle man Jahr für Jahr beim Kirschblütenfest Ende April fest. Die Besucherzahlen steigen stetig.
Aber auch der „Tag der Freundschaft“ bot zahlreiche Gelegenheiten, in das „Land des Lächelns“ einzutauchen. Mit einer Videobotschaft wandte sich Sho Zeniya, Shijonawates Bürgermeister, an die Festgäste. Auch er hob die Wichtigkeit der Städtepartnerschaft hervor. Bürgermeister Christian Bommers zeigte sich erfreut über das gegenseitige Interesse, schließlich sei auch dies etwas, wovon eine Städtepartnerschaft lebe. „Deshalb möchte ich Sie alle ermutigen: Lassen Sie uns diese Freundschaft weiter pflegen. Nehmen Sie teil an Begegnungen, Veranstaltungen, Gesprächen und Projekten. Lassen Sie uns voneinander lernen — und miteinander wachsen“, ergänzte Bommers. So sei die Partnerschaft und der gelebte Austausch „ein Zeichen für Offenheit, Toleranz und gegenseitigem Respekt — Werte, die unsere Stadtgemeinschaft bereichern, gerade in einer Zeit, in der Zusammenhalt und internationale Freundschaft wichtiger denn je sind“.
