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Stadtverwaltung warnt vor angeblichen Inkassoschreiben


Nachdem die Meerbuscher Stadtverwaltung erst kürzlich vor den dubiosen Machenschaften von Verlagen warnte, die angeblich im Auftrag der Stadt Meerbusch Anzeigenakquise für eine städtische Broschüre betrieben hatten (hier nachlesen), ist der Stadtverwaltung nun eine weitere dreiste Masche von Betrügern bekannt geworden. So trudelte vor einigen Tagen bei einem ortsansässigen Handwerker eine Mahnung eines Inkassounternehmens ein, dass angeblich für das „Finanzamt Meerbusch Stadt“ mit der „Einziehung der offenen Forderung aus den steuerlichen Verpflichtungen Ihres Unternehmens“ betraut wurde – so das Schreiben.

Im konkreten Fall sollte der Handwerker mehrere hundert Euro an das Inkassounternehmen zahlen. Der Forderung kam er glücklicherweise nicht nach und informierte die Stadtverwaltung über das Schreiben. Die Stadt Meerbusch warnt vor dieser neuen Masche und weist darauf hin, dass städtische Forderungen durch die eigenen Vollziehungsbeamten und nicht durch ein Inkassounternehmen beigetrieben werden. Zudem unterstehen die Finanzämter der Oberfinanzdirektion NRW in Münster und nicht den jeweiligen Kommunen. Für Meerbusch ist das Finanzamt Neuss zuständig.

Übrigens: Im vorliegenden Fall ist auch ein Inkassounternehmen selbst den Betrügern zum Opfer gefallen. So nutzen sie den Firmennamen und eine ähnlich lautende Emailadresse eines real existierenden Inkassounternehmens für die Versendung der gefälschten Rechnungen. Das Unternehmen hat bereits reagiert und weist auf seiner Internetseite auf den Betrug hin.

Die Stadt Meerbusch empfiehlt, Forderungen von Inkassounternehmen die dubios erscheinen, weil beispielsweise keine offene Forderung bekannt ist, genauer zu prüfen. Auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Brandenburg ist eine Schwarzliste mit betrügerischen Inkassounternehmen unter https://www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/schwarzliste-inkasso zu finden.