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Eichenprozessionsspinner werden bekämpft


Bevor die Raupen des Eichenprozessionsspinners in den Monaten Juni bis August erneut in Scharen auftreten, werden die Schädlinge nun wieder frühzeitig bekämpft. Dazu besprüht ein von der Stadt beauftragtes Fachunternehmen ab Montag, 28. April, rund 1.100 Eichen im Stadtgebiet mit einem auf biologischer Basis aufgebauten, für den Menschen ungefährlichen Bekämpfungsmittel. Insgesamt werden die Arbeiten rund zehn Tage dauern.

Eingesetzt wird das Mittel ausschließlich in belebten öffentlichen Bereichen wie Schulhöfen, Parkanlagen, an Spielplätzen oder Radwegen. Arbeiten werden die Schädlingsbekämpfer unter anderem an der Eichenallee Am Eisenbrand – dort beginnt die Maßnahme auch - und im Park des "Meerbades" in Büderich, am Park-und-Ride-Platz Haus Meer, an den eichengesäumten Wegen zum Meerbusch-Gymnasium in Strümp und am Sportplatz an der Nierster Straße in Lank. "Wir wollen sicherstellen, dass die Population spürbar eingedämmt wird. Deshalb greifen wir auch in diesem Jahr wieder frühzeitig ein", so Anna Hardenberg, Bereichsleiterin der Stadtverwaltung für Grünflächen, Friedhöfe und den Bauhof. Grund zur Besorgnis bestehe nicht. Auf Initiative des Umweltministeriums NRW haben die Kommunen im Lande inzwischen ein einheitliches Vorgehen abgestimmt. 

Hintergrund-Info

Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist ein Schmetterling, dessen Raupen sich bevorzugt von jungem Eichenlaub ernähren. Er ist ein eher unscheinbarer, graubrauner Nachtfalter, der jedoch für Menschen und Nutztiere eine Gefahr darstellen kann. Zwar ist der Schmetterling an sich harmlos, doch seine Larven tragen mikroskopisch kleine Gifthaare, die auf der Haut und an den Schleimhäuten allergische Reaktionen hervorrufen können. Die Beschwerden reichen von juckenden Hautausschlägen (Raupendermatitis) bis zu Asthmaanfällen. Ursache ist das Nesselgift Thaumetopoein in den Härchen der Larven. Leider werden diese Brennhaare auch durch die Luftströmung verteilt, so dass es ratsam ist, Bäume, die vom Eichenprozessionsspinner befallen sind, weiträumig zu meiden.

Quelle: Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW