Wie können Freiflächen in der Region besser genutzt werden? Welche Potenziale bieten ungenutzte "Restflächen" für Umwelt, Erholung und Stadtentwicklung? Mehr als 80 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung - darunter auch eine Delegation aus Meerbusch - kamen jetzt im "Gare du Neuss" zusammen, um sich über die Zukunft von Freiräumen in der Region auszutauschen. Zu dem Treffen eingeladen hatte das RegioNetzWerk, in dem die Städte Duisburg, Düsseldorf, Krefeld, Meerbusch, Neuss, Ratingen sowie der Kreis Mettmann seit 2016 in Fragen der Regionalplanung zusammenarbeiten.
Unter dem Motto „Von der Restfläche zum Landschaftspark – Welche Perspektive hat der Freiraum im RegioNetzWerk?“ rückte der diesjährige „RegioSalon“ erstmals die Freiraumentwicklung in den Fokus.
Drei spannende Fachvorträge gaben Denkanstöße: Carlo Becker, Landschaftsarchitekt vom Berliner Büro bgmr, warf einen umfassenden Blick auf die Entwicklung von Landschaftsräumen – von der historischen Bedeutung über aktuelle Herausforderungen des Klimawandels bis zur Notwendigkeit, Freiräumen wieder mehr Wert beizumessen. Christoph Hölters, Beigeordneter der Stadt Neuss, stellte die geplante Landesgartenschau 2026 in Neuss vor. Er betonte die städtebauliche Relevanz innerstädtischer Freiflächen – sowohl für neue Quartiere als auch für die regionale Freiraumvernetzung.
Zum Abschluss berichteten Yvo Kortmann, Patron des Van Gogh Nationalparks, und Paul van der Velden, Geschäftsführer der Organisation Nature for Health, über das niederländische Vorzeigeprojekt: In einem dicht besiedelten Raum mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung haben die Niederländer einen innovativer Nationalpark, ein Modell für zukunftsfähige Freiraumentwicklung, entwickelt.
Im Anschluss wurde rege diskutiert, welche Rolle Freiflächen in der Region spielen – und wie auch scheinbar unwirtliche Räume zwischen Autobahnen und Gewerbegebieten neu gedacht werden können. Bisher lag der Fokus imRegioNetzwerk vor allem auf integrierter Siedlungs- und Mobilitätsentwicklung. Seit 2024 rücken zusätzlich Klimafolgenanpassung, Energie, Umwelt und Freiraumentwicklung stärker in den Mittelpunkt. Ziel ist es, durch abgestimmtes regionales Handeln voneinander zu lernen, gemeinsame Strategien zu entwickeln und mutige Planungsansätze zu fördern.
Der RegioSalon markierte den Auftakt für diesen neuen inhaltlichen Schwerpunkt. Weitere Informationen dazu gibt es hier.
Foto-Info: Die Meerbuscher Delegation beim "RegioSalon" (von links): Ratsfrau Astrid Hansen, Andreas Devers (Stadtplanung), Ratsfrau Nicole Niederdellmann-Siemes, Matthias Pöll, Jens Hopstädter und Isabel Briese (Stadtplanung) sowie Ratsherr Jürgen Peters. Foto: Julia Reschucha
