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Feuerwehr Meerbusch verzeichnet 2017 deutlich erhöhte Einsatzzahlen  

Von Tierrettung bis zum schweren Verkehrsunfall: Über 500 mal ausgerückt

 

Im Jahr 2017 musste die Freiwillige Feuerwehr Meerbusch deutlich häufiger ausrücken als in den Jahren zuvor. 539 Einsätze verzeichnet die Jahresbilanz, die die Feuerwehr jetzt veröffentlicht hat. 2016 waren es 493, 2015 noch 464 Einsätze gewesen.

Technische Hilfe überwiegt

"In etwa der Hälfte der Fälle haben wir technische Hilfe geleistet", erklärt Frank Mohr vom Feuerwehr-Presseteam. "Hierzu zählen Einsätze nach Verkehrsunfällen mit oder ohne verletzte Personen, Sturm- oder Wassereinsätze, Tierrettungen oder Ölspuren auf der Straße, die schnell beseitigt werden müssen." Aber auch wenn Menschen in ihren Wohnungen eingeschlossen sind, dringende medizinische Hilfe benötigen und nicht mehr eigenständig die Türe öffnen können, rücke die Feuerwehr aus und ermögliche mit Spezialwerkzeug den raschen Zugang für den Rettungsdienst. "Zudem fallen jegliche Einsätze mit gefährlichen Stoffen und Gütern im biologischen oder chemischen Umfeld darunter", so Mohr.

Vor Bösinghoven zu schnell unterwegs

Zu zwei sehr ähnlichen Verkehrsunfällen in Bösinghoven wurde die Feuerwehr im letzten Jahr gerufen. Beide ereigneten sich in einer Kurve nahe der Ortseinfahrt. Im August und im Dezember prallte dort ein Kleinwagen gegen einen Baum. In beiden Fällen wurden der Fahrer bzw. die Fahrerin schwer verletzt und mussten mit hydraulischem Rettungsgerät geborgen werden.

Der Großeinsatz nach dem Zugunglück am 5. Dezember in Osterath ging bundesweit durch die Medien und nimmt auch in der Jahresbilanz der Meerbuscher Feuerwehr einen besonderen Platz ein. Ein Personenzug war auf der Strecke Neuss-Krefeld auf einen gerade anfahrenden Güterzug geprallt. "Die Folge war einer der größten Einsätze, den die Freiwillige Feuerwehr Meerbusch je zu bewältigen hatte", so Frank Mohr. "Nie zuvor mussten wir innerhalb kurzer Zeit 173 betroffene und verletzte Personen auf einmal betreuen, versorgen und behandeln. Niemals zuvor waren so viele 400 Einsatzkräfte aus unterschiedlichen Hilfsorganisationen und Städten auf Meerbuscher Stadtgebiet tätig."

Weniger Brandeinsätze

Die klassischen Brandeinsätze sind nach Angaben der Feuerwehr rückläufig und lagen im vergangenen Jahr nur noch bei etwa 20 Prozent. "Überwiegend handelte es sich dabei aber um Brände, die wir mit relativ wenig Wasser, mit einem Feuerlöscher oder einem Strahlrohr unter Kontrolle bekamen", erklärt Frank Mohr. Immer häufiger könnten die Wehrleute auch beobachten, dass Heimrauchmelder bereits in der Entstehungsphase eines Brandes korrekt auslösen, die Bewohner rechtzeitig gewarnt werden und dann selber erfolgreich erste Löschversuche einleiten. "Trotzdem ist es richtig, auch in solchen Fällen die Feuerwehr anzurufen. Wir kontrollieren den betroffenen Bereich dann sicherheitshalber nochmal." Zu den größeren Brandeinsätzen zählten im Januar ein Zimmerbrand auf der Bösinghovener Straße und ein Kellerbrand auf der Düsseldorfer Straße in Büderich. Hier mussten vier Hausbewohner über die Drehleiter von ihren Balkonen gerettet werden, weil der Fluchtweg durch das Treppenhaus durch dichten Qualm versperrt war.

Ende Mai brannte eine Wohnung auf der Krefelder Straße in Osterath komplett aus. Personen kamen nicht zu Schaden, die Feuerwehr verhinderte mit einem Großaufgebot, dass die Flammen auf umliegende Gebäude übergriffen. Im Juni beschädigte Feuer im Dachgeschoss ein Einfamilienhaus in Ilverich. In Lank stand Ende August an der Uerdinger Straße ein Anbau in Flammen, eine Person wurde dabei verletzt. Mit einer Rettungssäge mussten die Feuerwehrleute eine Öffnung in ein Garagentor schneiden, um zum Brandherd vorzudringen.

Bei knapp einem Drittel aller Einsätze im vergangenen Jahr handelte es sich um Fehlalarme. "Vielfach stellte sich die Situation bei Eintreffen der Feuerwehr als nicht so kritisch heraus wie beim Absetzen des Notrufs 112 befürchtet."

Auf die Hauptamtler ist Verlass

Ein weiterer Blick in die Statistik zeigt, dass die insgesamt 17 hauptamtlichen Kräfte der Feuerwehr Meerbusch auch 2017 an den meisten Einsätzen beteiligt waren (325 Alarmierungen). "Dies liegt zum einen daran, dass sie werktags viele kleinere Einätze ohne die Hilfe der Freiwilligen abarbeiten können und zum anderen, weil sie mit der Drehleiter ein Fahrzeug besetzen, dass zu vielen Einsätzen automatisch mit ausrückt."

136 Einsätze musste der Löschzug Büderich im Jahr 2017 fahren. Der Löschzug Lank wurde 130 Mal alarmiert, und der Löschzug Osterath rückte zu insgesamt 126 Einsätzen aus. 58 Mal wurde der Löschzug Strümp gerufen. Die Löschgruppe Langst-Kierst war 29 Mal im Einsatz, die Kollegen aus Nierst 25 und aus Bösinghoven 21 Mal. Mit 84 Einsätzen waren Dienstag und Mittwoch die einsatzreichsten Wochentage. Zwischen 15 und 18 Uhr wurde die Feuerwehr am häufigsten in Anspruch genommen.

 

Details zur Einsatzstatistik der Feuerwehr Meerbusch.





2. January 2018



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